| |
Das sagt die Stadt |
|
Unser Einwand |
| |
Kriterien der Standortauswahl |
|
|
| |
In der Ortslage Husen-Kurl sowie an den Ortsrändern wurden sechs potenzielle Ersatzstandorte identifiziert und einer näheren Prüfung unterzogen. |
|
Wir sind zwar gegen die Standorte am Rande jedwedes Naturschutzgebietes, möchten aber trotzdem darstellen, dass die Stadt – willkürlich oder in Unkenntnis der örtlichen Gegebenheiten – keine überzeugenden Argumente für ihre Standortwahl vorgelegt hat. |
| |
Die Standortalternativen südlich Greveler Straße, nördlich der Greveler Straße und
Wickeder Straße wurden nach einer Vorprüfung verworfen. Ausschlaggebend waren u.a. der Zuschnitt der verfügbaren Flächen und die relativ ungünstige Erreichbarkeit aus den Wohnquartieren. |
|
Es handelt sich bei den drei Standorten ebenfalls um Felder; es ist nicht ersichtlich, welche Probleme der »Zuschnitt« bereiten sollte. Die relativ ungünstige Erreichbarkei ist ein Witz. Die Buslinie 425 hält an der Haltestelle »Greveler Straße«. Und – Hand aufs Herz – welcher kleine Sportler wird nicht von den Eltern per Auto gebracht und besonders am Abend abgeholt? |
| |
Aus städtebaulicher Sicht weist der nördlich der Husener Straße (ehem. Zeche Kurl) gelegene Standort eine hohe Eignung auf. Bei einer möglichen Realisierung an diesem Standort muss allerdings mit erhöhten Kosten und zeitlichen Verzögerungen gerechnet werden. (Altlasten, Grunderwerb, Planungserfordernis). Nach Aussage des Umweltamtes muss mit teilweise erheblichen und auch tiefgreifenden Kontaminationen gerechnet werden.
Es ist zudem davon auszugehen, dass an diesem Standort umfassende Maßnahmen zum Schallschutz erforderlich sind. Im Weiteren stünde eine Nutzung als Sportanlage im Widerspruch mit der geplanten Nutzung als Gewerbegebiet. Trotz der integrierten
städtebaulichen Lage schied der Bereich aufgrund der zahlreichen Einschränkungen als möglicher Standort ebenfalls aus. |
|
Ja, soll das Gift denn im Boden bleiben? Entgegen aller Beteuerungen über die Wichtigkeit des Umweltschutzes und der damit einhergehenden Artenvielfalt sollen weiterhin neue Naturflächen versiegelt werden?
Die Stadt hat es im Rahmen der Beurteilung es nicht einmal für nötig befunden, sich mit den Eigentümern der Zechenbrache über eine mögliche Sanierung und Errichtung einer Sportanlage zu beraten.
Umfassende Maßnahmen zum Schallschutz wären auch an jedem anderen Standort nötig.
Ein geplantes Gewerbegebiet in Husen ist natürlich lukrativer und hat Vorrang. Warum geht nicht beides?
|
| |
Die beiden Standorte Werimboldstraße und Kurler Straße im Westen von Husen- Kurl
weisen insgesamt die höchste Eignung auf. Beide Standorte liegen allerdings am
Siedlungsrand im Außenbereich und Landschaftsschutzgebiet. Dies minimiert die
Nutzungskonflikte mit dem Wohnen, führt jedoch zu längeren Wegen und zu
Eingriffen in den Landschaftsraum. Am Standort Werimboldstraße besteht zwar ein
Sportplatz, dieser befindet sich jedoch in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Der
Sportplatz wird derzeit kaum noch genutzt. Hier wären Neuinvestitionen ähnlich eines
Neubaus notwendig. Dabei ist zu beachten, dass sich der Standort Werimboldstraße in
unmittelbarer Nähe eines Naturschutzgebietes und der Alten Körne befindet und somit
landschaftsökologisch besonders problematisch ist. Nachteilig ist auch die bestehende
Zufahrtssituation und die Wohnnutzung auf der benachbarten Hofstelle.
|
|
Dass die beiden Standorte Werimboldstraße und Kurler Straße ökologisch ähnlich zu bewerten sind, ist unstrittig.
Beide befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet. An der Kurler Straße wären es nur 50 Meter vom Spielfeldrand bis zum Wald. Das ist doch wohl ebenfalls eine sehr unmittelbare Nähe.
An der renaturierten Körne, die am Rande des Feldes an der Kurler Straße liegt, haben sich seltene Vögel angesiedelt. Selbst der Eisvogel wurde mehrfach gesichtet.
Was die Zufahrt anlangt: Die Werimboldstraße ist asphaltiert, an der Kurler Straße befindet sich ein Feldweg.
Der Wohnnutzung der benachbarten Hofstelle an der Werimboldstraße ist das Wohngebiet an der Kurler Straße gegenüberzustellen.
|
| |
Insgesamt stellt sich der Standort westlich der Kurler Straße als der potentiell
verträglichste dar. Dies gilt im gewissen Sinne auch für die Freiraumsituation. |
|
Die Auffassung der Stadtplaner, dass der Standort Kurler Straße für den Freiraum verträglich sein soll, ist angesichts der Stellungnahmen und Einwände von Naturschutzverbänden unhaltbar.
|
| |
Für den
Standort westlich der Kurler Straße spricht zudem die Lage südlich der Bahnlinie und damit die bessere Erreichbarkeit aus dem Siedlungsschwerpunkt |
|
Eine bessere Erreichbarkeit als zu anderen Standorten ist nicht gegeben. Hier gibt es wie an den anderen Standorten nur eine Bushaltestelle. In ihrer Begründung führt die Stadt zwar vier Buslinien auf, die am Krankenhaus halten, vergisst aber dabei zu erwähnen, dass nur zwei davon auch sonntags und abends fahren. |