Pro Sportplatz – Pro Natur
Wir fordern: Stoppt die Planung am Naturschutzgebiet!
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April 2012: Drehtermin Spiegel-TV

 

Liebe Mitstreiter,

lange war es ruhig, aber inzwischen haben SPD und CDU den Bau der Sportanlage an der Kurler Straße einhellig durchgewunken. Inzwischen sind auch bereits Messungen und Untersuchungen des Grundwasserpegels durchgeführt worden.

Am letzten Donnerstag hat Spiegel-TV bei uns angerufen, dass sie einen Bericht über Bürgerinitiativen machen wollen. Am Montag dann ein Anruf, ja, wir sind dabei. Leider ist der Drehtermin sehr kurzfristig

Donnerstag, 19.4., 11 Uhr,
an unserem Schild an der Kurler Straße

und etliche von uns müssen wahrscheinlich arbeiten. Wer immer sich freimachen kann, bitte kommen!

Wir wollen gemeinsam deutlich machen, dass wir der Naturzerstörung nicht tatenlos zusehen. Und dass es uns den Zorn in die Haarspitzen treibt, dass Naturschützer und Anwohner bei der Planung einfach übergangen werden.

Dass die Jugendarbeit des SC Husen-Kurl immens wichtig ist, steht außer Frage. Dass man uns einreden will, die Existenz des Vereines sei nur mit der Zerstörung der Natur möglich, ist aber Quatsch.

Die sinnvolle Alternative, das Zechengelände zu rehabilitieren, ist der Stadt "zu teuer" (5 Mio). Eine Sportanlage auf zerstörter Natur kostet "nur" 2,75 Mio Euro.

Unsere Anregungen, ob nicht der Deilmann-Parkplatz an der Husener Straße als Übungsfeld für die Kicker umgebaut werden kann, um ausreichende Trainingszeiten zu garantieren, oder einen weiteren Trainer zu engagieren, damit die Trainingszeiten ausgeschöpft werden können, werden völlig ignoriert.

Man plant an den Menschen vorbei und vertröstet uns immer wieder, es würde ja noch eine Bürgeranhörung, wo jeder seine Bedenken vorbringen kann, stattfinden. Bis dahin sind schon etliche Tausend Euro für die Planung vergeudet worden. Wir glauben nicht, dass wir eine ehrliche Chance haben, die Pläne im Rahmen der Anhörung zu beeinflussen.

Bürgerbeteiligung stellen wir uns anders vor!

 

 

Herr Oberbürgermeister Sierau würde gern Meeresbiologie studieren und die Weltmeere retten, erklärte er Schulkindern im Rathaus. Herr Sierau: Warum retten Sie nicht zunächst Dortmunds Naturschutzgebiete?

 

Natur- und Umweltschutz beginnt aktiv vor der Haustür.

Machen Sie mit!


Natur erhalten – für uns

und unsere Kinder!

 

Nachdem nichts kam, haben wir am 30.4. die Journalistin von Spiegel-TV kontaktiert:

Sendetermin wurde verschoben, jetzt voraussichtlich ?


Da bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als sonntags weiterhin Spiegel-TV zu gucken. Wer bei Spiegel-TV nachfragen möchte, hier die Kontaktdaten der Journalistin, die vor Ort war:

Sonka Terfehr SPIEGEL TV Ericusspitze 1 20457 Hamburg

tel: +49 40/ 30108 554 mobil: +49 172/ 451 3955, E-Mail: Sonka_Terfehr@spiegel-tv.de

 

Nach dem Drehtermin:

Trotz des kurzfristigen Termins am Donnerstagmorgen sind etliche Mitglieder und Unterstützer der BI gekommen. Besonders hat uns gefreut, dass nicht nur betroffene Anwohner, sondern auch weiter entfernt wohnende Leute sich gegen die Naturzerstörung engagieren. Zur Sprache kam natürlich in erster Linie unsere Sorge um das Naturschutzgebiet. Da die Siedlung Hohenbuschei direkt an der anderen Seite des Waldes klebt, weichen die Waldbewohner in unsere Richtung aus. Wir sichten fast täglich Rehe auf dem Feld. Auch Raubvögel und Fledermäuse werden sich kaum mit Tribüne am Waldrand, Flutlicht- und Lautsprecheranlage arrangieren können. 2006 wurde die angrenzende Körne von der Emschergenossenschaft für über 26 Mio Euro saniert und bildet eine einzigartige Symbiose mit dem Naturschutzgebiet. – Dortmund hat viele Industriebrachen, eine perfekt gelegen für eine neue Sportanlage im Zentrum von Husen. Auch der riesige Deilmann-Parkplatz an der Husener Straße könnte für das nachmittägliche Training wunderbar ausgebaut werden.

Natürlich sind die unmittelbaren Anwohner an der Kurler Straße auch besorgt um ihre Ruhe und fürchten Vandalismus. Kostproben, als wir öffentlich gegen den Standort protestieren, haben wir ja bereits bekommen – Sachbeschädigungen, nächtliche Drohanrufe, Pizza- und Taxibestellungen, Verleumdungen. Wir schätzen die Jugendarbeit des Vereines sehr. Niemand würde sich aufregen, wenn ein Bolzplatz für die Kinder im Feld angelegt würde. Aber eine professionelle Anlage kann die Natur nicht verkraften. Angesprochen wurde auch, dass an anderen Krankenhäusern Schilder auf der Straße zur Ruhe ermahnen, in Kurl aber auf das in unmmittelbarer Nähe gelegene Pflegeheim und Krankenhaus keine Rücksicht genommen werden soll. Eine Familie, die im letzten Jahr erst ein Haus an der Kurler Straße gekauft hatte, sagte, dass, wenn sie von den Plänen gewusst hätten, sie woanders hingezogen wären.

 

 

 

 

Die Verwaltung treibt die Planungen zur Naturzerstörung wieder voran

Am 30.11.2011 hat der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Immobilien die Pläne durchgenickt. Unbeeindruckt davon, dass ALLE kompetenten Stellen (Landschaftsbeirat, Umweltverbände, Umweltamt, Bezirksregierung Arnsberg, Landwirtschaftskammer NRW) einhellig den Standort ablehnen. Als Bürger finden wir es verstörend, dass die Verwaltung stur weiterplant. Dass unsere Sorgen und Nöte nicht von Interesse sind, hat uns die Verwaltung arrogant gezeigt. Zwangsweise muss man uns zwar noch anhören, aber das ist dann wohl auch nur der Form halber. Einen Link zu der Vorlage finden Sie weiter unten.

Es ist also höchste Zeit, dass wir uns wieder formieren und dem Naturschutz eine Stimme geben.

Anders als von der CDU und jetzt auch wieder in der Vorlage behauptet - gibt es bisher kein externes Gutachten. Das vorliegende schalltechnische "Gutachten" hat sich wohl ein Stadtbediensteter am Schreibtisch ausgerechnet. Aber selbst danach dämmert es den Planern wohl, dass das Gelände "umgestaltet" werden müsste (wegen des zu erwartenden Lärms). Priml, dann gucken Mensch und Tier demnächst auf Erd- oder Steinwälle? Herzlichen Glückwunsch, Dortmund!

 

 

Wir überlegen, ein ProNatur-Spendenkonto einzurichten. Die Plan-Vorlage zum Sportplatz liegt bereits bei einem erfahrenen Anwalt. Er wird prüfen, welche Möglichkeiten wir haben, uns zu wehren, wenn es losgeht. Wir sollten zu gegebener Zeit bezüglich des zu erwartenden Lärms auch ein eigenes Gutachten erstellen lassen.

 

Am 30.11.2011 fand die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung und Immobilien im Rathaus statt. Die aktuelle Vorlage finden Sie hier.

Die Niederschrift der Sitzung zu dem Tagesordnungspunkt hier.

 

 

 

In eigener Sache: Da ich privat und beruflich sehr eingespannt bin, kann ich diese Webseite nur nach und nach aktualisieren. Viel gab es ja auch im letzten Jahr nicht zu berichten.